Gotthart Kuppel
Vita

Diese KunstStöcke, auf den Kanarischen Inseln zum Stockfechten benutzt und unbrauchbar geworden, stan-den in der Ecke. Nebenher bewahrte ich Objekte auf, die für Ausstellungen zu klein waren. Ich brachte die Objekte in Augenhöhe, indem ich die Stöcke als senkrechte "Podeste" für sie benutzte. So sind nun die klei-nen Objekte gut sichtbar präsentiert, und die Stöcke haben eine neue Funktion gefunden, in der sie ihre un-sichtbare Geschichte als Gegenstände beisteuern. Und schließlich wurde der Stock selber zum Thema.

1946 geboren. 1966-1973 Medizinstudium in München; 1986 Promotion. 1960 bis 1972 Judosport bis in den Olympiakader. 1970 erste Theaterarbeit. 1972 bis 1975 bei Peter Zadek in Bochum als Schauspieler, Körper-trainer, Dramaturg, Akrobat, Regieassistent und Musiker. Ab 1975 Soloauftritte als „Doktor Kuppels Kombina-tionskunst“: Schlappseiltänzer und Performer mit zahlreichen Soloprogrammen im In- und Ausland; daneben tätig als Schauspieler und Artist an verschiedenen Theatern. Ab 1982 Regie u.a. in München, Gelsenkirchen, Münster, Bremen, Wiesbaden, Heidelberg, Quito (Ecuador), Konstanz, Freiburg. Autor von Theaterstücken, zahlreiche Bearbeitungen, Kurzprosa in Literaturzeitschriften und Anthologien. 1991: Bremisches Literatur-förderstipendium. 2003 „Die Natur ist witzig“, Teneriffa (Kurzprosa, spanisch und deutsch); Libretto „Der Herbst des Patriarchen“ nach dem Roman von Gabriel García Márquez für die Oper von Giorgio Battistelli am Bremer Theater. Seit 1996 Objektkunst. Lebt in Bremen und auf Teneriffa.

Einzelausstellungen in La Laguna, Los Cristianos, San Miguel de Abona (alles Teneriffa), Bremen, Berlin. Ausstellungsbeteiligungen: Los Cristianos, La Laguna, PlzeÀ, T&Mac222;eboÀ, Olomouc (CR), Bremen-Vegesack.
„Kunststöcke“, Installation aus Fechtstöcken mit Fundstücken, 2006 bis 2008